richtig sparen

5 Überraschende Fakten warum uns sparen so schwer fällt – und wie wir es trotzdem schaffen

1 Der Mensch ist nicht aufs Sparen ausgelegt

Richtig Sparen

Sparen liegt nicht in unseren Genen. Warum das so ist, erfahren wir, wenn wir ein paar Jahre zurückgehen, genau genommen mehrere Hunderttausend Jahre: Zur Zeit der ersten Menschen waren die Ressourcen oft knapp und verderblich. Sparen stellte deshalb meist keine kluge Überlebensstrategie dar. Kam ein Urmensch an einem Busch mit reifen Früchten vorbei, ließ er sie nicht hängen, sondern nutzte sie als schnelle Energiequelle. Hätte er sie lange aufbewahrt, wären sie schlecht geworden oder ein Konkurrent hätte sie gegessen.

Frühformen des Geldes hingegen entstanden erst vor ein paar Tausend Jahren um den Tauschhandel zu erleichtern. Deshalb ist unser Gehirn immer noch darauf ausgelegt, alles aufzubrauchen, was zur Verfügung steht.

Was können wir tun?

Auch wenn wir alle noch Züge des Urmenschen in uns tragen, müssen wir uns unseren Wurzeln nicht einfach ergeben. Denn es gibt einen kleinen Trick, um unsere Instinkte in Bezug auf Geld zu überlisten:

Bezahle dich selbst immer zuerst:
Pay yourself first ist eines meiner Grundprinzipien beim Sparen. Und so geht`s:
Überweise am Anfang des Monats, wenn Gehalt, Elterngeld oder Unterhalt auf deinem Konto eingegangen sind, einen vorher festgelegten Sparbetrag ganz automatisch per Dauerauftrag auf dein Sparkonto oder in eine ausgewählte Geldanlage.

Die Vorteile von Pay yourself first:

  1. Wartest du bis zum Ende des Monats, besteht die Gefahr, dass dann nichts mehr zum Sparen da ist. Auf unseren Urmenschen Übertragen hieße das: Koche erst die Beerenmarmelade für den Winter, bevor du alle Beeren einfach hinunterschlingst, obwohl du eigentlich schon satt bist. Dadurch bleibt am Ende des Monats viel Geld übrig statt am Ende des Gelds viel Monat.
  2. Wir müssen nicht jeden Monat neu darüber nachdenken und mit uns hadern. Wie viel wir sparen, wann wir sparen, ob wir sparen und wohin wir sparen, ist dann bereits festgelegt. Alles funktioniert automatisch und erfordert im normalen Familienalltag keinerlei Anstrengung mehr.
  3. Der Mensch ist und war schon immer ein echtes Improvisationstalent: Selbst wenn der Sparbetrag relativ hoch gewählt ist, findest du sicher Wege, wie du den Rest des Monats mit dem übrigen Geld auskommst.
  4. Mit dem Motto Pay yourself first änderst du deine Einstellung zum Sparen. Geld zurückzulegen bedeutet keinen Verzicht, sondern eine Bereicherung: Du belohnst dich jeden Monat selbst.
  5. Auf diese Weise ist Sparen Self-care: Umso höher dein Sparbetrag ist, desto unabhängiger wirst du von Eltern, Partner, Staat, Arbeitgeber und später auch im hohen Alter von deinen Kindern.

2 Das menschliche Gehirn kann den Zinseszinseffekt nicht einschätzen

Sparen

Kleinvieh macht auch Mist gilt in vielen Bereichen. Im Falle des Zinseszinseffekts trifft das Sprichwort aber im besonderen Maße zu. Denn der Zinseszinseffekt wirkt im Positiven wie im Negativen: Sowohl bei Krediten als auch beim Sparen wird er regelmäßig unterschätzt. Als Folge davon überschulden sich Menschen oder nehmen viel zu hohe Kredite auf und unterschätzen gleichzeitig die Chancen langfristiger Sparmaßnahmen und sinnvoller Investitionen.
Albert Einstein sagte einmal: Der Zinseszins ist das 8. Weltwunder.
Doch keine Sorge: Um ihn zu verstehen, musst du weder Mathematikerin noch Archäologin sein.
Der Zinseszinseffekt tritt ein, indem die Zinsen nicht nur jedes Jahr auf den ursprünglich eingezahlten Grundbetrag wirken, sondern auch auf die bereits erzielten Zinsen, also auch auf die Renditen des Vorjahres, des Vorvorjahres usw. Wie von Zauberhand verdoppeln und verdreifachen sich nach einigen Jahren so die eingezahlten Beträge durch die Zinseszinsen. Dabei spricht man von exponentiellem Wachstum. Das heißt, der eingesetzte Grundbetrag wächst nicht jedes Jahr gleich stark, sondern schießt immer stärker und stärker in die Höhe.

Bei Krediten findet sich leider auch der umgekehrte Effekt. Für ein Eigenheim, den Sportwagen oder Flachbildschirm auf Raten werden viele irrational. Denn wir lassen uns von Werbeaussagen und dem Konsumverhalten unserer Freunde, Nachbarn oder Bekannten allzu gerne verführen. Das gilt auch für gute oder gut gemeinte Wünsche wie das neueste Fair-Fashion-Shirt oder Spielsachen für unsere Kinder. Wird der negative Zinseszinseffekt nicht berechnet, werden auch kleine Raten erschreckend schnell zu langjährigen Kostenfallen.

Was können wir tun?

Da sich der Zinseszinseffekt nur schwer schätzen lässt, solltest du ihn genau berechnen. Das geht ganz einfach, z.B. mit dem kostenlosen Online-Tool Zinsenberechnen.de.

Außerdem hilft dir folgende Faustregel dabei, dich nicht hoffnungslos zu verschulden: Wenn ich es nicht bar bezahlen kann, kann ich es mir nicht leisten! Konsumprodukte wie Küchen, Autos, Kleidung, Handy oder Fernsehgeräte solltest du deshalb niemals auf Pump finanzieren.

3 Der Mensch ist ein Herdentier

Richtig sparen mit Kindern

Gerne glauben wir, dass wir einzigartig sind und all unsere Entscheidungen rational abwägen. Dabei unterschätzen wir allerdings, wie stark uns die Menschen prägen, die uns umgeben. Schon der amerikanische Unternehmer Jim Rohn wusste: Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du dich umgibst.

Ob Arbeitskollegen, Familie oder Freunde: Ihre Konsumgewohnheiten und ihr Umgang mit Geld beeinflussen uns konstant. Da in unserer Gesellschaft Finanzbildung einen sehr niedrigen Stellenwert hat, gibt es nur wenige Sparvorbilder, von denen wir tatsächlich lernen können. Stattdessen steht schon bei unseren Kindern der Konsum im Vordergrund: Wer in der Schule trägt die teuersten Sneaker, hat den coolsten Roller oder das neuste Handy?

Was können wir tun?

Wenn sich Freundschaften oder Bekanntschaften nur darum drehen, wer sich die spektakulärsten Urlaube, den teuersten Friseur oder die schicksten Designermöbel gönnt, sollten wir uns Gedanken machen, ob uns diese Kontakte wirklich gut tun. Genauso wenig profitieren wir von einer gesponserten Glitzer-Instagram-Welt, die uns immer nur mitteilt, was wir alles (noch) nicht besitzen.

Wie wäre es, uns stattdessen positive Gewohnheiten unserer Freundinnen abzuschauen? Wenn wir uns gemeinsam auf den Weg machen, können wir nicht nur voneinander lernen, sondern uns auch gegenseitig motivieren!

Macht doch z.B. zusammen die 250-Challenge. Eintragen könnt ihr euch hier ganz unten auf der Seite ⬇️. Gemeinsam ist der Sparspaß garantiert!

4 Pssst … wir reden nicht genug über Geld

Geld sparen als Familie

In Freundschaften scheint es nur ein Thema zu geben, das schlüpfriger ist als alle Sexpraktiken und intimen Beziehungsdetails zusammen: der Kontostand. Wir reden in unserer Gesellschaft mehr über Sex als über Geld. Wir sprechen über alles Wichtige und Unwichtige, über Gossip, die Kinder und ihre neuesten Spielzeuge. Nur unser Verdienst, das nächste Gehaltsgespräch und wie wir uns für unseren Arbeitgeber unersetzlich machen können, werden konsequent totgeschwiegen.

Auch auf Social Media regiert vor allem ein Tabu. Influencerinnen, die sich sehr freizügig präsentieren, ihr ganzes Leben mit Unbekannten teilen, zeigen sich bei einem Thema plötzlich ungewöhnlich zugeknöpft: wie ihr Businessmodell aussieht. Es ist also noch ein weiter Weg, bis die Offenheit mit dem eigenen Kontostand so normal geworden ist wie die Präsentation des eigenen Körpers.

Auch der Staat scheint nichts gegen dieses Tabu unternehmen zu wollen. Genauso wenig wie die Steuererklärung Thema in der Schule ist, bleibt auch finanzielle Bildung für Schüler und Schülerinnen ein Fremdwort. Daran zeigt sich, dass Sparen gesellschaftlich nicht als notwendig erachtet wird. Wir legen nur Geld zurück, wenn wir mal zufällig welches übrig haben.

Was können wir tun?

Tabus werden dadurch am Leben gehalten, dass sie von Generation zu Generation weitergetragen werden. Lenkt man das Thema in Gesprächen hingegen immer mal wieder aktiv aufs Sparen, verliert das Tabu seinen Schrecken. Von einem Austausch über finanzielle Themen profitieren alle Beteiligten. Natürlich müsst ihr dabei nicht gleich euren Kontostand in die Welt hinausrufen. Aber was spricht dagegen, am Kaffeetisch oder auf der Spielplatzbank mal folgende Fragen anzusprechen?

  • Bei welcher Bank lohnt sich ein Tagesgeldkonto?
  • Kennt jemand Geldanlagen, die aktuell hohe Renditen versprechen?
  • Was macht ihr in Niedrigzinszeiten, um euer Gespartes vor der Inflation zu schützen?
  • Was haltet ihr von ETFs und Aktien, Unternehmensanleihen, Immobilien usw.?

Je mehr wir uns austauschen, desto stärker können wir uns gegenseitig mit Ideen befruchten, wie z.B. dem Ansatz, uns selbst zuerst zu bezahlen (s.o.). Wir können uns ermutigen, dass Sparen mit der richtigen Strategie etwas Wunderbares ist! Und wir können Pläne schmieden, was wir mit dem Gesparten in Zukunft anstellen werden. Wie viel Geld brauchen wir, um beispielsweise früher in Rente zu gehen? Und wann werden wir dieses Ziel erreichen?

Nicht nur mit Freunden und Bekannten lohnt sich ein Austausch. Wir können und sollten auch unseren Kindern schon früh das richtige Handwerkszeug mitgeben, damit sie später einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld leben können. Das erreichen wir, indem wir im Familienalltag ganz selbstverständlich über Geld sprechen. Wir können als Vorbild fungieren und unsere Kinder je nach Alter an Steuerberaterterminen, Anwaltstreffen oder Bankterminen teilhaben lassen. Und wir können sie schon früh selbst rechnen lassen: Wie viel Taschengeld habe ich? Wie viele Wochen muss ich sparen, um mir das glitzernde Einhorn kaufen zu können? Und gibt es vielleicht die Möglichkeit, es gebraucht zu erwerben?

5 Sparen gilt als Verzicht statt als Selbstliebe

Sparen ist Selbstliebe

Sparen hat einen sehr schlechten Ruf. Wer auf seine Ausgaben achtet, wird als geizig wahrgenommen. Wer nicht jeden Trend mitmacht, ist altmodisch. Und wer lieber in den Alpen wandern geht, statt auf die Malediven zu fliegen, muss langweilig sein. Sparen wird immer als Defizit und als Verzicht gesehen, nicht als Akt der Selbstliebe. Dabei ist Sparen genau das!

Wir sollten es uns unbedingt wert sein, unser hart verdientes Geld nur für Dinge auszugeben, die uns wirklich glücklich machen!

Was können wir tun?

Manchmal sind die einfachsten Dinge zugleich die schwierigsten. Um Sparen als Selbstliebe und Self-Care zu begreifen, braucht es eigentlich nur eines: Umdenken! Diese neue Perspektive gelingt dir und deiner Familie besonders mit folgenden kleinen Tipps:

  • Pläne schmieden, welche finanziellen Ziele ihr wann erreicht haben wollt
  • Vorbilder suchen, die den Weg schon gegangen sind
  • Euch bewusst machen, dass Sparen der einzige Weg ist, in finanzieller Freiheit und Selbstbestimmung zu leben. Dadurch kannst du z.B. guten Gewissens im Job kürzertreten, eine Arbeitsstelle ablehnen oder eine ungesunde Beziehung beenden. Nur dann hast du die Möglichkeit, das zu tun, was dir selbst gut tut.

Fazit: Sparen ist eine der höchsten Formen der Selbstliebe!

 

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Ein Kommentar

  1. Theresa 28. April 2019 um 16:02 Uhr - Antworten

    Hätte ich die Challenge nicht schon gemacht würde ich sie gerade wieder machen- oder vielleicht gerade deswegen noch einmal;) Viel und handfestes Wissen gut umsetzbar in kurzer effektiver Zeit. Selbstliebe ist für mich das Schlagwort des Artikels. Denn wenn ich mir es wert bin, bin ich bereit Berge zu erklimmen und danach zu denken- “war ja gar nicht so schwer” 🙂

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