Finanzielle Bildung für Kinder

25 einfache Ideen – Wie du deinem Kind finanzielle Bildung beibringst, ohne es zu Tode zu langweilen

„Kinder ohne finanzielle Bildung werden ihr Leben im Hamsterrad verbringen. Auf die Schule ist kein Verlass. Die finanzielle Bildung deiner Kinder musst du übernehmen.“ Auszug aus „Bali oder Bochum“ von Madame Moneypenny

Doch wie können wir unsere Kinder schon von klein auf finanziell bilden?

Die Herangehensweisen sind je nach Alter des Kindes unterschiedlich.

In diesem Artikel erfährst du anhand von 25 einfachen Ideen, wie du dein Kind im Alltag finanziell bilden kannst.

 

#1 Sparen

Sparen - finanzielle BildungDas Sparen sollte – wie das tägliche Zähne putzen – zu einem gewohnten Ritual werden. Zum Beispiel kann das Kind die Hälfte des Taschengelds monatlich in ein Sparschwein stecken oder nur das Kleingeld ausgegeben und alle Scheine sparen.

Finanzielle Bildung kann beim ritualisierten Sparen beginnen.

 

#2 Bezahle dich zuerst selbst

Pay yourself first, heißt, dass man zuerst sich selbst bezahlen bevor man eine Rechnung bezahlt. Die Kinder zahlen noch keine Rechnungen, aber haben auch schon einige Ausgaben, die sie tätigen: Handys, Süßigkeiten, Spielsachen…

Schon kleine Kinder können lernen, ihren Sparbetrag zuerst zurück zulegen. Denn finanziell zuerst für sich selbst zu sorgen, verändert den Selbstwert des Kindes. Es wird finanziell, geistig und auch wirtschaftlich gesehen stärker.

Wenn mein Kind etwas kauft, füllt es die Taschen anderer Menschen. Aber den Sparbetrag, den es für sich zurück legt, füllt seine eigenen Taschen. 

 

#3 Neue Spielsachen nicht selbstverständlich kaufen

Wenn mein Kind etwas Neues möchte, sortieren wir zuerst etwas Altes aus. Wir stellen es entweder bei Ebay ein oder gehen auf Flohmärkte. Wenn es nichts zum Aussortieren gibt, der Wunsch nach etwas Neuem dennoch sehr groß ist, können wir bei Freunden Spielsachen ausleihen oder mit ihnen tauschen. Wir schreiben auf eine Liste, welche Wünsche wir zum nächsten Geburtstag, Ostern oder Weihnachten haben. Bis dahin haben sich die meisten Wünsche erledigt. Auch bei uns Erwachsenen sind Wünsche sehr impulsiv und erledigen sich oft innerhalb weniger Tage von selbst. Die Liste, auf der die Wünsche stehen, legen wir zwischendurch immer wieder beiseite, damit wir nicht täglich sehen, was darauf steht.

 

#4 Finanzielle Bildungsmöglichkeiten im Alltag nutzen

Mein Kind darf frühzeitig bei Flohmarktverkäufen, Steuerberatergesprächen, Finanzamtsterminen, Anwaltstreffen oder Bankgesprächen dabei sein.Umso früher und selbstverständlicher es bei solchen Gesprächen anwesend ist, desto mehr kann es daraus lernen: Finanzen sind kein sagenumwobenes Geheimnis, sondern etwas, was man erlernen kann und worum es sich zu kümmern lohnt.

Solche Gespräche sind wichtig im Alltag. Sie helfen dem Kind finanzielle Bildung zu erlangen. Das solche Termine nichts für Kinder sind, glaube ich nicht. Sie können viel durch Nachahmen von uns lernen und umso früher dies geschieht, umso besser.

 

#5 Ein gutes Vorbild sein!

– Der wichtigste Punkt –
Sind Mama, Papa und andere Bezugspersonen selbst an Finanzen interessiert, können die Kinder es selbstverständlich lernen. Finanzielle Bildung wird zu etwas ganz Alltäglichem. Auch Geld zu sparen sollten wir Eltern vorleben. Wenn Sparen Alltag im Elternhaus ist, verinnerlichen die Kinder es und es wird als Erwachsener nicht ständig hinterfragt. Es bildet sich ein Automatismus.

Vorsicht, Rollenbilder werden schnell übernommen. Zum Beispiel: „Bei uns hat sich immer Papa ums Geld anlegen gekümmert. In unserer Ehe macht es nun auch mein Mann.“ Rollenbilder geben sich von Generation zu Generation weiter, wenn sie nicht reflektiert werden.

Erhobene Zeigefinger unterlassen! Finanzen selbstständig zu führen, soll kein schlechtes Gewissen, sondern Spaß machen!

 

#6 Finanzielle Intelligenz stärken

Finanzielle Bildung kann ein Kind schon früh anfangen zu erlernen. Es liegt an uns Eltern die Kinder darin zu unterstützen. Die Kinder sollen lieber heute im Kleinen Fehler machen und daraus lernen, als niemals Fehler zu machen. Aus Fehlern lernen wir und wir wachsen daran.

Das Geld- und Finanzspiel zum Fehler machen und um finanzielle Bildung zu erlernen: Cash Flow Spiel für Kids von Robert Kiyosaki*.

Ich setzte immer wieder Anreize, dass sich meine Kinder so früh wie möglich mit dem Investieren auseinander setzen. Aktuell suche ich einige Aktien heraus, von Unternehmen, die Spielsachen herstellen. Diese bekommt mein Sohn demnächst geschenkt. Anstatt der nächsten Spielsachen. Dazu erkläre ich ihm, dass er der Bestimmer sein darf, da er mit den Aktien einen Teil eines Unternehmens hält. Umso mehr Aktien er hält umso mehr darf er bestimmen.

„Investiere zuerst in Bildung. In Wirklichkeit ist das der einzige wirkliche Vermögenswert, den wir besitzen, der Verstand, das mächtigste Werkzeug, das wir besitzen“ (Robert Kiyosaki “ Rich Dad poor Dad).

 

#8 Nicht mehr als das Taschengeld zahlen

Wenn wir unseren Kindern übers Taschengeld hinaus immer wieder nachschießen, lernt es daraus, nicht selbstverantwortlich handeln zu müssen. Weil Mama oder Papa immer wieder etwas mehr geben als ausgemacht. Es lernt sich auf andere zu verlassen. Im Moment sind es wir Eltern und Großeltern, später der Staat oder der Arbeitgeber. Man meint, dem Kind etwas Gutes zu tun, wenn man ihm mehr Geld gibt, als das Taschengeld. Es ist gut gemeint, aber es hilft dem Kind nicht.

Wenn es bei endendem Taschengeld selbst aktiv werden muss, lernt es seine finanzielle Intelligenz auszubilden und bei Engpässen selbst aktiv zu werden. Wir Eltern können unsere Kinder beim Geld verdienen unterstützen, anstatt ihnen mehr Geld zu geben.

 

#9 Eigene Glaubenssätze überprüfen

Was ist ein Glaubenssatz? Laut Duden: Ein Dogma, ein Leitsatz, eine Überzeugung.

Manche Glaubenssätze werden von Generation zu Generation in einer Familie oder einer ganzen Gesellschaft unbemerkt weiter gegeben.

Wenn nicht eine Generation den Kreislauf unterbricht, reflektiert und an den Glaubenssätzen arbeitet, ändern sich die Überzeugungen der nachfolgenden Generationen auch nicht.

Typische Glaubenssätze lauten: „Mein Mann oder meine Frau kümmern sich um die Finanzen. Ich kann das nicht.“, „Wir werden niemals reich sein“, „Man muss bescheiden leben, um ein guter Mensch zu sein.“, „Über Geld spricht man nicht“.

 

#10 Informationsgesellschaft für die finanzielle Bildung nutzen

In den Medien wird mehr über Sex geredet als über Geld! Lasst uns doch die Informationsgesellschaft nutzen und anstatt niedlicher Baby- und Katzenbilder auch mal tolle Finanzartikel teilen. Zum Beispiel den hier: zendepot.de – Sparen fürs Kind.

Finanzielle Bildung können wir uns jederzeit aus YouTube Kanälen und Blogs zugänglich machen. Und für alle, die weiter ins Thema einsteigen wollen, gibt es eine Reihe hilfreicher Finanzbücher:

Gerd Kommer: Wie Privatanleger das Spiel gegen die Finanzbranche gewinnen*

Christian Thiel: „Schatz, ich habe den Index geschlagen“*

Der Finanzwesir: „Was Sie über Vermögensaufbau wirklich wissen müssen.“*

oder als E-Buch: Natascha Wegelin: „Bali statt Bochum“

und viele Weitere!

Es war noch nie so einfach an Informationen heran zu kommen. Lasst uns das nutzen und an unsere Kindern weitergeben!

 

#11 Auf die Kommunikation achten

Rede mit deinen Kindern ungezwungen über Geld. Achte dabei auf deine Formulierungen – vermeide Totschlägersätze wie:
„Das werden wir uns niemals leisten können!“,

„Das ist zu teuer für uns!“ oder

„Du kannst im Leben nicht alles haben!“

Diese Sätze schafften eine Mauer. Sie wälzen die Verantwortung ab.

Sie tragen nichts zur finanziellen Verantwortung des Kindes bei und erstickt jegliche Kreativität und finanzielle Intelligenz im Keim.

Nutze statt dessen, Sätze wie: „Das möchte ich jetzt nicht kaufen“,

„Ich kaufe dir das jetzt nicht, weil ich das Geld lieber für etwas anderes ausgebe“,

„Lass uns mal gemeinsam überlegen, wie du dir das leisten kannst?“.

Lass das Kind selbst überlegen und unterstütze es. Die meisten Kinder haben ein Unternehmer-Gen in sich und kreative Ideen. Schreibe alle Ideen auf! Seid ungehemmt. Schließe nur kriminelle Energien kategorisch aus 😉

 

#12 Finanzielle Bildung mit Spaß aufbauen

Kein Kind hat Spaß daran, wenn man ihm trockene Vorträge hält. Aber man kann seinen Vorlieben entsprechend, sein Interesse wecken:

Mein Sohn möchte immer der Bestimmer sein. Zu sparen kam ihm bisher nicht in den Sinn. Warum sollte ein 6 Jähriger auch sparen? Als ich ihm erzählte, dass derjenige, der sein Geld behält in Zukunft der Bestimmer über sein Leben sein kann und der, der sein Geld ausgibt nicht so viel selbst bestimmen kann, bekam er einen ganz neuen Blick auf Geld. Er kann den Sinn des Sparens für sich besser verstehen.

Denn umso mehr wir auf Konsum verzichten, und sinnvoll investieren, desto eher kommen wir aus einem ungeliebten Arbeitsverhältnis heraus und desto eher können wir über unser Leben unabhängig bestimmen. Da Kinder am besten durch Bindung lernen, sollte die finanzielle Bildung auch uns Erwachsenen Spaß machen, dann können wir es besser an unsere Kinder weiter geben.

Wer sich in Konsumschulden verliert, ist immer auf eine Arbeitsstelle angewiesen, um alle Rechnungen bezahlen zu können. Das klassische Hamsterrad. Selbstbestimmt ist man darin nicht.

 

#13 Finanzbücher für Kinder lesen

Buch: Bodo Schäfer „Ein Hund namens Money“*  Kinderbuch zum Vorlesen ab 6 Jahren aufwärts

Buch: Robert Kiyosaki „Rich Dad, Poor Dad“* Für Teenager und größere Kinder geeignet

Buch: Nikolaus Piper „Felix und das liebe Geld“* Für Kinder ab ungefähr 10 Jahren

Buch: Hanno Beck, Juliane Schwoch : „Der große Plan“* Kinderbuch zum Vorlesen, ab circa 6 Jahren

Es gibt leider nicht so viele Finanzkinderbücher. Falls ihr zweisprachig seid, habt ihr in der anderen Sprache eventuell eine größere Auswahl.

 

#14 Hindernisse überwinden – Durchhalten

Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen zahlen sich aus. Ich schaue mir gerne Zusammenfassungen vom Triathlon „Iron Man“ auf Hawaii an. Und der Gewinner ist nie derjenige, der es versucht hat und dann bei der nächsten Unwegbarkeit aufgegeben hat.Der Gewinner ist immer derjenige, der alles gegeben hat und kämpft bis zum Schluss. Und all seine mentale und körperliche Stärke aufbringt.

Mit liebevoller Begleitung kann man Fehlentscheidungen gemeinsamen auswerten. Misserfolge, können als etwas Positives gewertet werden. Aus jeder Situation kann man etwas lernen.

Thomas Alva Edison hat nach 1000 erfolglosen Versuchen eine marktreife Glühbirne zu entwickeln, gesagt: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühbirne baut.“ Er ist einer, der größten Erfinder aller Zeiten. Der wäre er nicht geworden, hätte er nach dem 10ten Versuch aufgegeben.

Ich denke, wir können unseren Kinder vorleben und beibringen durchzuhalten – nicht gleich aufzugeben. Das kann man auch aufs Sparen und Investieren übertragen. Auch an der Börse gibt es Aufs und Abs. Auch beim Sparen hat man schlechte und gute Tage. Wichtig ist durchzuhalten, dann gelingt der Vermögensaufbau!

 

#15 Reiche Menschen arbeiten nicht für Geld

Die Königsdisziplin.Wenn unsere Kinder lernen, wie man nicht für sein Geld arbeitet, sondern sein Geld für sich arbeiten lässt, dann gibt es keine finanziellen Höchstgrenzen.

Wir können nur begrenzt Zeit gegen Geld tauschen. Die Zeit, in der wir arbeiten können, beläuft sich auf nur 24 Stunden am Tag.

Robert Kiyosaki bespricht in seinem Buch Rich Dad, poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen* ganz ausführlich, wie man sein Arbeitseinkommen in Passives Einkommen umwandeln kann.

Also wie man das Geld verdienen von seiner Zeit abkoppelt.

 

#16 Verantwortung übernehmen

Aufgrund von Entscheidungen in der Vergangenheit sind wir in unserer aktuellen finanziellen Lage. Kein anderer hat die Verantwortung dafür, außer wir selbst.

Somit bestimmen die Entscheidungen, die wir heute treffen, aber auch unsere finanzielle Zukunft!

Wenn du in Zukunft mehr Geld haben willst, dann triff entsprechende Entscheidungen in der Gegenwart.

Mein Kind kann genau das lernen: Übernimm die Verantwortung für deine Geldangelegenheiten selbst! Niemand – Nicht der Staat, nicht die Eltern und auch nicht dein Arbeitgeber können etwas dafür, wie dein Kontostand aussieht. Das liegt allein bei dir. Wir leben in einem freien Land.

ALLES ist möglich.

 

#17 „Mit jedem Dollar, der durch unsere Hände geht, haben wir die Macht zu wählen, ob wir in Zukunft reich oder arm sein wollen“ (Rich Dad, Poor Dad*)

Wenn wir unsere Kinder immer wieder daran erinnern, dass Geld ausgeben täglich eine Entscheidung ist, wird ihnen ihre gestalterische Macht über ihr Leben bewusst.

Wir sind selbst die Schöpfer unserer Welt und ein sehr wichtiges Mittel, um in unserer Kultur mitzugestalten, ist Geld.

Geld ist Energie: Ich entscheide täglich, wem ich diese Energie in welchem Maße zukommen lasse und welche Energien ich empfange.

 

#18 Kinder von Werbung fern halten und für Marketing sensibilisieren

Kinder sind eine besonders beliebte Zielgruppe für Werbung.

Die Gehirne unserer Kinder können die Flut der bunten Bilder und Verführungen noch gar nicht verarbeiten. Ich kann mit meinem Sohn nicht entspannt in einen Einkaufsladen gehen, weil er überall bunte, tolle Produkte sieht, die er haben will. Auch mir fällt es immer mal wieder schwer Versuchungen zu widerstehen, denn auch wir Erwachsene sind vor gutem Marketing nicht gefeit.

Schon kleine Kinder können lernen, wie Werbung funktioniert. Und lernen wie sie sie später für ihre eigenen Projekte nutzen. Quengelware im Supermarkt, Werbung bei Youtube-Videos kann man ihnen früh anfangen zu erklären. 

Ältere Kinder sollten unbedingt verstanden haben, dass es keinen Sinn macht Konsumschulden aufzunehmen. Auch wenn ihnen die Werbung suggeriert, was sie alles besitzen sollten, wenn sie dazugehören wollen.

 

#19 Ersparnisse sollen dazu dienen mehr Geld zu erwirtschaften

Die Rechnungen sollten alle von unseren Einkünften bezahlt werden können, nicht von Ersparnissen!

Auch Extraausgaben wie kaputte Waschmaschinen, ein neues Auto, Reparaturen oder Urlaub bezahlen wir von unseren Einnahmen und bilden laufend Rücklagen. So dass wir im Alltag bei unvorhersehbaren Ausgaben nicht an unsere Ersparnisse müssen.

Ersparnisse auf Depots, in Bausparverträgen, in Immobilien oder auf Sparbüchern sind nicht für Rechnungen zu nutzen! Dafür schaffen wir uns die Rücklagen.

Die dazugehörige Methode kannst du hier: 10 Schritte wie du als Mama finanziell frei wirst ansehen

 

#20 Gib nicht so viel auf die Meinung anderer Menschen

„Immer dann wenn du dich auf dem Weg der Mehrheit wieder findest, wird es Zeit eine Pause zu machen und zu reflektieren!“ Mark TwainIch versuche meinen Kindern beizubringen, dass wir nicht immer tun, was andere tun. „Aber Mama, der Max hat das auch!!!“ Den Satz kennst du sicher. Ein ganz normaler Satz bei einem 6-Jährigen.

Und weil so viele Leute Dinge tun, die mit finanzieller Bildung nicht viel zu tun haben, tun wir nicht alles, was diese Leute tun.

Es ist wichtig sein Leben zu leben und nicht auf das zu hören, was andere wollen.

Unsere Kinder dürfen ihren eigenen Weg finden.
Keine der Tanten oder Omis, die Geld schenken sagen: „Hier hast du was kleines für deine Investments!“ oder „Spar dir was Schönes, mein Kind!“

Wenn es also darum geht, den richtigen Umgang mit Geld zu erlernen, ziehen wir die Bücher und Menschen zu Rate, die wissen, wie es geht. Ein Beispiel wie weit verbreitet finanzielle Bildung ist, beschreibt Robert Kiyosaki:

„Wenn man hundert Menschen am Jahresbeginn jeweils 10.000 Dollar gäbe, hätte man am Jahresende folgende Ergebnisse: 80 von Ihnen hätten keinen Cent mehr oder sogar noch mehr Konsumschulden gemacht, weil sie das Geld für eine Anzahlung für das neue Auto oder eine Urlaubsreise genutzt hätten. Sechzehn von ihnen hätten 10.000 Dollar um 5-10% vermehrt und nur vier von ihnen hätten zwanzigtausend oder sogar Millionen daraus gemacht.“ (Rich Dad, poor Dad*)

Es ist egal, was Menschen, die keine Ahnung davon haben, über unsere Erziehung, über unseren Lebensstil oder unsere Investments sagen.

 

#22 Helden suchen

Helden helfen uns ein Ziel zu finden und es durchzuziehen. Helden sind tolle Vorbilder, die wir im realen Leben vielleicht nicht finden.

Mag dein Kind Sport? Seine Lieblingssportler haben bestimmt einmal für ihre Ausrüstung gespart?

Darth Vader hat einiges in große Flotten investiert. Und die Jedis sind Sparkünstler. Oder woher kommen die ganzen großen Raumschiffe?

Finanzielle Bildung an Vorbilder zu knüpfen erleichtert es uns und unseren Kindern, finanzielle Zusammenhänge zu verstehen.

 

#23 Das Sparschwein mit dem Ziel beschriften

Was hilft dabei wirklich dauerhaft zu Sparen? Überlege gemeinsam mit deinem Kind: Wie wird sich dein Kind fühlen, wie wird es ihm gehen, wenn es sein Ziel erreicht hat?  Im Alltag vergisst man seine Ziele schnell und verliert sie aus den Augen. Durch Fotos der Ziele und haptische Wegbegleiter können wir sie im Alltag im Bewusstsein behalten.

Mein Sohn spart auf ein Geländewohnmobil. Ich habe ihm Fotos von einem Wohnmobil für sein Sparschwein ausgedruckt. Als Spielzeug bekommt er zum nächsten Geburtstag ein Geländewohnmobil von Playmobil. So bleibt ihm sein Ziel im Alltag präsent. Er verliert sein Ziel nicht aus den Augen. Auch dann nicht, wenn er seine Spardose für Süßigkeiten plündern möchte. Sein Ziel brennt sich in seinen Alltag ein, wie ein Laserstrahl von Obi-Wan Kenobi.

Und er hat jedes mal Spaß, wenn er die Fotos sieht und mit dem Spielzeug spielt.

 

#24 Geld sollte kein negatives Thema sein

Ist es in unserer Gesellschaft aber meistens: Die abgehobenen Reichen, die egozentrisch in der Welt herumfliegen und den ganzen Tag nichts zu tun haben außer „Roooobert!!!“ zu schreien und sich die Zehennägel zu lackieren.

Dann doch lieber mal mit „den Reichen“ in Kontakt treten.

Wie habe sie es geschafft? Wie haben sie sich ihr Unternehmen aufgebaut? Was sind ihre Routinen, dass es bei ihnen anders läuft als bei uns?

Nicht alle Menschen sind reich durch Geburt. Viele kommen von ganz unten und haben sich selbst das erschaffen, was andere auch anstreben. Von ihnen können wir und unsere Kinder lernen, wie wir das auch schaffen können!

Wenn man erfolgreiche Menschen nicht persönlich antrifft, dann bekommt man das Wissen und die Verhaltensweisen der Menschen, in Büchern oder auf Veranstaltungen mit.

 

#25 Ladet Geld in euer Leben ein, als wäre es ein guter Freund

Ein Freund kommt nicht gerne zu Besuch, wenn man schlecht über ihn redet, verbissen an ihm fest hält oder ihn beschimpft.

„Immer dieses blöde Geld“,

„Geld ist nicht so wichtig im Leben“.

Ein Freund kommt gerne zu Besuch, wenn man ihn freundlich empfängt und ihm , wenn er anklopft, nicht die Tür vor der Nase zu schlägt.

Er freut sich, wenn man ihn freundlich grüßt und alles tut, dass er sich wohl fühlt.

 

 

Für den Artikel habe ich das Buch: „Rich Dad poor Dad“ von Robert Kiyosaki aufgegriffen. Wenn du es lesen möchtest, kannst du es dir hier* bestellen.

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2 Comments

  1. Jens 29. März 2018 at 15:56 - Reply

    Ich bin selber Familienvater und finde daher diese Tipps absolut hilfreich! Vor allem der Punkt „Helden suchen“ gefällt mir, weil ansonsten Ninjas und Barbies das Geschehen bestimmen…

    • babsistgruen 3. April 2018 at 12:54 - Reply

      Hallo Jens, danke für deine Rückmeldung.
      Bei uns sind es Ninjas und Anna und Elsa 😉

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